17 o'clock, Flaka Kokolli, Kosovo/Nordmazedonien 2024, 10', Alb./d/e
Im Sommer 2001 versucht eine vierköpfige Familie, ihren Alltag zu leben, während ein bewaffneter Konflikt eskaliert. Die Eltern stehen vor einem Dilemma: die Kinder im Haus schützen – oder sie draussen spielen lassen, wo vielleicht ihre Unschuld und Naivität sie bewahren.
Der Sommer lässt sich nicht aufhalten. Während Wassermelonen reifen, Tabakblätter sich goldgelb färben und Ameisen Vorräte sammeln, tickt die Uhr unaufhaltsam weiter – und Bomben fallen auf den Berg Ljuboten.
I Believe The Portrait Saved Me, Alban Muja, Kosovo 2025, 10', Alb./e
Fünfundzwanzig Jahre nach seiner Entführung während des Kosovo-Kriegs erzählt der Maler Skender Muja von einer aussergewöhnlichen Überlebensgeschichte. In den letzten, chaotischen Kriegsmonaten wurden er und zahlreiche albanische Zivilist*innen aus Mitrovica bei der Flucht aus Kosovo gefangen genommen. In einer zu einem Gefängnis umfunktionierten Schule waren sie Angst, Enge und einer ungewissen Zukunft ausgesetzt. Der Film verbindet Mujas Erinnerungen mit nachgestellten Szenen und reflektiert über die transformative Kraft der Kunst – als Mittel des Überlebens selbst unter repressivsten Bedingungen.
Rrugës (On the Way), Samir Karahoda, Kosovo 2024, 15', Alb./d/e
Beruhend auf wahren Begebenheiten, arbeiten der Filmemacher und sein Sohn (Miron 13) gemeinsam an einem Drehbuch, das ihre persönlichen Erfahrungen mit allgemeinen Sorgen um ihr Land verbindet: Sie sind auf dem Weg zum Flughafen, um ein Geschenk des Patenonkels aus dem Ausland abzuholen. Inmitten bürokratischer Hindernisse und mit wenig oder keiner Hoffnung auf wirkliche politische und soziale Veränderung entwickelt sich diese kurze Reise zu einer tiefgreifenden Erkundung ihrer Beziehung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen und einer ungewissen Zukunft.
SOS, Anita Morina, Kosovo 2025, 15', Alb./e
An einem abgelegenen Bahnhof lebt der 30-jährige Drin ein einsames, routinemässiges Leben, in dem er Züge aufzeichnet und Kontakt zu seiner Online-Freundin hält. Als sein Job jedoch plötzlich durch ein Radargerät ersetzt wird, gerät Drin in eine existenzielle Krise. Verloren und fehl am Platz muss er sich mit der Frage auseinandersetzen, was er wirklich im Leben will.
Die Flügel der Arbeiter, Ilir Hasanaj, Kosovo 2024, 19', Alb./D/E
Milazim, Fatmir und Liridon sind physische Arbeiter, die einen schweren Arbeitsunfall hatten. Was passiert danach?
Wie fühlen sie sich? Was sind ihre Hoffnungen? Was hält die Zukunft für sie bereit? Jede Linie in ihren Gesichtern, gezeichnet vom Leben.
Im Gegensatz dazu droht ein düsteres System voller Gefahren und Ungerechtigkeiten über ihren Köpfen.